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Life Uitkerkse Polder im Deutsch

Zusammenfassung Life-projekt
'Uitkerkse Polder: ein zusätzlicher Wert für Natur und Mensch'

Hintergrund

Halophilous Habitate sind sehr seltene und empfindliche Habitate innerhalb der EU, wobei diese Vorkommen hauptsaechlich auf Meeresarme begrenzt sind. Besonders in der Polder, entlang der flämischen Küste und an der "Uitkerkse Polder", treten auch ausserhalb der Gezeitenzone Salzwiesen auf.

Der Salzgehalt der Wiesen ist ein Jahrhundertwerk der Natur. Die Vegetation ist beeinflusst durch Sickerwasser des Meeres und /oder hoher Konzentrationen des früheren Salzgehaltes im Torf. Das Resultat ist ein sehr typisches 'küstenähnliches' Habitat.

Arten von dynamischen und salzigen Küsten sind zwar nicht vorhanden, aber seltene und empfindliche 'Brackwasser' Arten kommen hier vor. Deshalb können die Salzwiesen, Salicornia-Vegetationen und Glauco-Puccinellietalia, an der Uitkerkse Polder als geographische besondere Variation von Haliphilous-Habitaten in der EU betrachtet werden.

Diese Salzwiesen, charakterisiert durch ihr Relief, sind ausserdem ein günstiger Brutplatz für Annex I-Arten wie Säbelschnäbler (Recuvirostra avosetta), Blaukehlchen (Luscinia svevica), Fluss-seeschwalbe (Sterna hirundo) und Rohrweihe (Circus aeruginosus). Ohne Zweifel ist die Polder von europäischem Interesse für Zugvögel wie Löffler (Platalea leucorodia), Kampfläufer (Philomachus pugnax), Pfuhlsnepfe (Limosa lapponica) und Goldregenpfeifer (Pluvialis apricarius).

Das Projektgebiet ist ein sehr bekanntes Überwinterungsgebiet für tausende von Wasservögel, Gänse und Enten. Dazu gehoert auch Kurzschnabelgans (Anser brachyrhynchus), wobei mehr als 90 % von der ganzen westlichen Population (Svalbard-Population) in der Uitkerkse Polder überwintert! Diese Avifauna ist stark von diesen Wiesen abhängig, da sie als Futterplatz dienen.

Als Resultat ist das Projektgebiet geschützt durch den Vögel- und Fauna-Flora Richtliniën.

Unglücklicherweise sind diese besonderen Habitate durch jüngste Entwicklungen und Intensivierung der modernen Landwirtschaft sehr bedroht. In zunehmendem Masse werden die nassen Wiesen drainiert, exzessiv gedüngt, in Felder umgeformt und/oder ihr Mikrorelief zerstört. Deshalb ist die Zukunft dieser besonderen und empfindlichen Habitate und ihrer assoziierten Arten immer mehr abhängig von Naturgebieten, die durch unsere NGO gemanaged werden.

Zielvorstellungen 2003-2007

  • Wiederherstellung dieser einzigartigen Salzwiesen, betreffend Salicornia-Vegetationen und Glauco-Puccinellietalia und ihrer assoziierten Brutarten wie Säbelschnäble, Fluss-seeschwalbe, Kornweihe, Rohrweihe, Löffler und Blaukehlchen.
  • Wiederherstellung von Küstenvariation wie 'Kreken' (grosse abflachende Eingänge und Buchten) sowie Magnopotamion-Habitate, graue Dünen und Calthion/Arrhentherion-Weiden mit grossen Artenvielfalt. All diese Vegetationen sind heutzutage beinahe verschwunden.
  • Erschaffung hervorragender Wander- und Winterkonditionen für Arten wie Kurzschnabelgans, Blässgans; Löffler, Sumpfohreule, Goldregenpfeifer, Kampfleufer und Pfuhlsnepfe.
  • Förderung und Entwicklung von naturorientiertem Tourismus, um den sozialen und wirtschaftlichen Einfluss von Natura 2000 zu sichern.

Tätigkeiten

  • Die Produktion von notwendigen Managementschemata und einen kontrollierten Überblick über die ersten Ergebnisse.
  • Der Erwerb von ungefähr 120 ha Land wovon 30 ha Anbaugebiet und Felder.
  • Wiederherstellung der Salzwiesen, Erweiterung der bereits existierenden Kerngebiete sowie Neukreierungen mit einer totalen Oberfläche von ungefähr
    120 ha.
  • Erstellung eines wiederkehrenden Managements (Beweidungsmanagement, Heufelder), um eine optimale Entwicklung und Management von Salzwiesen und Heuwiesen und die dazugehörigen Arten zu erhalten.
  • Die Entwicklung und Realisation eines breiten Programms, um sozial-wirtschaftliche Potentiale des Projektgebietes zu entwickeln. Dies ist möglich durch die Vergrösserung und Erneuerung unseres Besucherzentrums und des Parkplatzes, Konstruktion von neuen Besucherausstattungen, wie Anlegen einer neuen Brücke und eines Fussweges, Beobachtungspunkte, neue Beschilderung sowie Informationstafeln, Konstruktion einer Wanderbroschüre, Konstruktion einer dauerhaften Ausstellung im Besucherzentrum, Publikationen von Artikeln und eine Website für die Allgemeinheit.
  • Organisation von einigen Tätigkeiten, betreffend Austausch von Erfahrungen zwischen anderen Life-Projekten und Behörden, Organisation von Kundgebungen, um die lokale Bevölkerung zu informieren.

Ergebnisse

  • Wiederherstellung und dauerhafte Erhaltung von Salicornia-Vegetationen und Glauco-Puccinellietalia im Projektgebiet.
  • Entwicklung und dauerhafter Erhalt von 'Kreken', Magnopotamion und Calthion/Arrhentherion-Wiesen.
  • Neue hervorragende Konditionen für Brutplätze, Futterplätze und/oder Überwinterungsplätze für Arten wie Säbelschnäble, Fluss-seeschwalbe, Kornweihe, Rohrweihe, Löffler, Blaukehlchen, Kurzschnabelgans, Blässgans; Löffler, Sumpfohreule, Goldregenpfeifer, Kampfleufer und Pfuhlsnepfe.
  • Neue zunehmende Besucherausstattungen (vergrössertes und erneuertes Besucherzentrum, Beobachtungspunkte, neue Fusswege sowie Brücken, Broschüren und Faltblätter) mit Respekt für die Werte der Natur und sozial-wirtschaftlicher Einschliessung des Natura 2000 Gebietes.